Meine Elfenweste aus der Unikatwolle von 100Farbspiele ist fertig. Die Anleitung ist auch von Melanie. Ich habe jedoch die ganze Weste aus Verlaufsgarn gestrickt und nicht das Oberteil uni. Und das Muster im unteren Bereich ist ein anderes, das habe ich aus dem Buch "Omas Strickgeheimnisse". Ich habe die Weste einfach so lang gestrickt, wie das Garn reichte. Die Passform ist etwas speziell, wie auf dem schlechten Foto zu sehen ist. Sie ist sehr oversized, passt von Gr. 36 bis 46, aber ich trage sie unheimlich gern. Die Weste ist der absolute Hingucker.

Erinnert Ihr Euch noch an dieses verfilzte Gotlandvlies?

Daraus ist nun ein knappes Kilogramm wunderbares Garn entstanden. Ich habe gezupft, geflucht, gesponnen, gekuschelt, geflucht, gezupft, bin verzweifelt, habe wieder Mut gefasst, habe durchgehalten bis zum allerletzten Gramm. Weil es eine wunderbare Faser ist, für die sich die Mühe richtig gelohnt hat. Noch einmal möchte ich so etwas nicht machen.
Beim Spinntreffen vorigen Sonntag habe ich fleißig gezwirnt und dann meine fünf Stränge glücklich im Arm gehalten.

Hier mal ein Spulenbild dazu. Es passen auf die Malottke-Spulen bummelig 280 g Singlegarn drauf.

Neben den Strängen liegt hier 1 kg Krappwurzel. Damit soll dann demnächst eine Färbeorgie losgehen. Daraus werde ich die Weste Wisley für mich und auch eine - aber eine andere - Weste für den besten Ehemann stricken.

Anschließend brauchte ich nach so viel grau dringend Farbe aufs Rad. Also habe ich mir kurzerhand zwei Batts aus einem Tauschpaket zur Hand genommen. Die sind gekurbelt aus Merino, BFL, Alpaka und Bambus. Es waren zwei fast identische Batts.
von vorn

von hinten

Ich wollte dieses Material gern etwas dicker, weich und gerne ungleichmäßig verspinnen. Die erste Spule habe ich noch im kurzen Auszug versponnen mit kleiner Übersetzung und somit wenig Drall.

Bei der zweiten Spule habe ich mich an den langen Auszug getraut. Und es flutschte nur so.
Heraus kam ein wunderbar weiches dickes Garn, das ich zu einem schönen Cowl verarbeiten werde. Nur zwei Fußballspiele hat es gedauert, diese 100 g zu verspinnen und zu verzwirnen. :-)

Gestern Abend habe ich dann das genaue Kontrastprogramm begonnen. Ein Kammzug "Rosenkuss" von Melinoliesl aus Polwarth und Seide. Hauchdünn mit viel Drall. Aus diesen 200 g möchte ich mir gern ein edles feines Lacetuch stricken. Das braucht aber nun einiges mehr als ein paar Fußballspiele.

Der Aufwand hat sich aber gelohnt, super schönes Garn ist entstanden.
AntwortenLöschenlg margrit
Schöne Sachen gibts hier zu sehen und deshalb hab ich mich mal bei Dir eingetragen, damit ich öfter kommen kann ...
AntwortenLöschenEinen lieben Gruß lasse ich Dir hier und sage bis bald :))
die Mari(anne)
Da kannst Du aber mit Fug und Recht stolz auf Dich sein!
AntwortenLöschenEs ist schon doof, wenn frau sich mit so'nem *Filz*kram
abquälen muss.
Alle Wollen sehen toll aus.
LG Heike
ich bewundere dein Durchhaltevermögen grenzenlos.......
AntwortenLöschenMeine Güte! Da hast Du Dir ja den Fleißige-Bienen-Orden am Bande verdient. Ganz tolles graues Garn.
AntwortenLöschenLG von Juliane
Tolle Sachen hast du gewerkelt! Ich finde vor allem deinen "Gotland-Einsatz" bewundernswert und mit Krapp wird das bestimmt traumhaft schön! Ich bin gespannt auf das Foto vom gefärbten Garn!
AntwortenLöschenLiebe Grüße,
Anne
Wunderschön Deine Wollereien!!
AntwortenLöschenDarum war ich auch so frei, den Award "Liebster Blog" an Dich weiter zu reichen.
Ich hoffe, Du freust Dich darüber und verfluchst mich nicht, wegen des Aufwandes, den Du jetzt betreiben musst.
Wenn Du den Award haben möchtest, findest Du näheres auf meinem blog.
Liebe Grüsse
Sanne